Organischer Dünger
Erfahren Sie, wie Sie mit natürlichen Rohstoffen düngen und Ihre Pflanzen so mit ausreichend Nährstoffen versorgen.

Organischer Dünger - das Gold des Gartens

Schöne Blumen, schmackhaftes Gemüse und aromatisches Obst – eine umweltfreundliche und nachhaltige Pflanzenpflege erlangt zunehmend an Beliebtheit. Dabei spielt natürlicher organischer Dünger eine große Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Was ist organischer Dünger?

Dieser Dünger besteht aus natürlichen pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen. Diese sind sowieso Teil des Nährstoffkreislaufes und düngen schonend und nachhaltig. Dazu gehören:

Kompost

Es handelt sich um eine humusreiche Erde aus verrotteten Garten- und Küchenabfällen, Baum- und Strauchschnitt, Grasschnitt und Laub

Brennnesseljauche

Brennesseljauche ist ein gegärter Sud aus klein geschnittenen Brennnesseln und Wasser

Pferde- und Rindermist

Besteht aus den Ausscheidungen von Nutztieren, oftmals mit Stroh vermischt. Vor allem Pferdemist ist relativ nährstoffarm und das Verhältnis der Nährstoffe ist ausgewogen – entspricht einem NPK-Dünger mit 0,6-0,3-0,5.

Kaffeesatz, Eier- und Bananenschalen

Ein wertvoller Zusatzdünger mit vielen Mineralstoffen und Calciumcarbonat. Wird bevorzugt für Topfpflanzen verwendet

Gründüngung

Ist die Aussaat von bestimmten Platzhalterpflanzen wie Lupine, Klee, Hülsenfrüchte, Rettich, Senf und Buchweizen

Hornmehl und Hornspäne

Besteht aus zerkleinerten Horn oder Hufe von Schlachttieren. Hornmehl und Hornspäne unterscheiden sich im Mahlgrad. Je feiner das Substrat, desto schneller gelangen die mineralischen Nährstoffe in den Boden

Guano

Besteht aus den Ausscheidungen von Robben-, Seevogel-, Fledermaus- und Pinguinkot auf Kalkstein

Organischer Handelsdünger

Es handelt sich um einen fertigen Dünger aus dem Fachhandel. Es gibt ein ansehnliches Sortiment verschiedenster Fertigprodukte

Was ist ein organisch-mineralischer Dünger?

Es handelt sich um eine Mischung aus organischen und mineralischen Dünger. Der organische Dünger besteht aus pflanzlichen oder tierischen Materialien, deren Nährstoffe an feste Materialien( Kompost, Hornspänen ect.) gebunden sind. Er ist 100% umweltfreundlich und kann den mineralischen Düngern voll ersetzen. Bevor die Pflanze den Dünger nutzen kann, muss er von Bodenorganismen bearbeitet werden.

Der mineralische Dünger ist künstlich und industriell hergestellt. Die Nährstoffe sind schon gelöst und für die Pflanze direkt verfügbar.

Die Wirkung von organischem Dünger

Dieser enthält neben Stickstoff, Phosphor und Kalium auch Eiweiße und Vitamine. Er wirkt schonend, verändert nicht, sondern wird Teil des natürlichen Stoffwechsels . Der Dünger erlaubt Ihnen Pflanzen aller Art allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Allerdings sollten Sie die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzen beachten. So benötigen beispielsweise Zierpflanzen eine andere Nahrungsmenge als Starkzehrer wie Kürbis, Tomaten, Zucchini und Kohlgewächse.

Vorteile und Nachteile von organischem Dünger

Vorteile

Organischer Dünger ist Teil des natürlichen Materials im Garten. Indem er seine Nährstoffe wie Spurenelementen und Mineralien gleichmäßig an den Boden abgibt, fördert er den Humusgehalt, unterstützt den Pflanzenwuchs und langfristig auch die Arbeit der nützlichen Bewohner. Die Nährstoffe stärken das Immunsystem der Pflanzen und beugen einem Befall durch Schädlingen und Krankheiten vor. Dabei ist es ganz gleich, ob Sie im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse organisch düngen.

Da er an Feststoffen wie Horn, Mist usw. gebunden ist, integriert er sich in den Boden und bringt Leben hinein. Durch die Zersetzung der Materialien entsteht wertvoller Humus, er Boden wird aufgelockert und die Speicherkapazität für Nährstoffe und Wasser verbessert. Nützliche Kleinstlebewesen wie Regenwürmer, Bakterien, Hefe- und Fadenpilze gelangen in die Erde und verbessern die Bodenqualität nachhaltig.

Nachteile

Die Wirkung vom organischen Dünger benötigt Zeit. Da Sie den Dünger als gebundenes Material in den Boden geben, müssen ihn die Bodenlebewesen und Mikroorganismen erst verarbeiten. Deswegen kann die Freisetzung der Pflanzennährstoffe je nach Material einige bis Monate andauern.

Die Mikroorganismen benötigen für die Aktivität einen warmen Boden. Möchten Sie kräftige und gesunde Pflanzen im Frühjahr, sollte Sie im vorherigen Herbst den Dünger ausbringen.

Im Vergleich zur mineralischen Nahrung, bleibt die organische Sorte auch bei einer Überdüngung ungefährlich. Ausnahmen kann nur eine sehr starke Düngergabe von beispielsweise eine hoch konzentrierte Jauche oder frischer Tiermist sein.

Einsatzbereiche für organischen Dünger

Die wichtigen Nährstoffe beim organisch Düngen sind an Kohlenstoff und Eiweiße gebunden und für die Pflanzen nicht direkt nutzbar. Damit die Pflanzen die Nährstoffe verwerten kann, müssen die MAterialien stark zerkleinert werden. Diese Arbeit übernehmen Kleinstlebewesen und Mikroorganismen im Erdreich. Je größer und fester das organische Material ist, desto länger dauert die Zerlegung.

Damit die Organismen an die begehrten Materialien herankommen, arbeiten Sie den Dünger leicht und nicht zu tief in die Erde ein.

Für den Rasen

Der Langzeitdünger ist optimal für den Rasenboden und wirkt sich besonders gut auf den Graswuchs und aus. Die Grasnarbe wird gestärkt und der Rasen erhält ein sattes und saftiges Grün. Der kräftige Wuchs sorgt für eine geschlossene Rasendecke und schränkt den Unkrautwuchs erheblich ein.

Der Klassiker als organischer Dünger ist ein vollkommen verrotteter und Kompost mit feiner Struktur. Dieser gibt dem alle wesentlichen Nährstoffe und bildet Humus, der wiederum Nährstoffe und Feuchtigkeit speichert.

Für Rosen

Sie sollten zweimal im Jahr organisch Düngen. Beginnen Sie, wenn die Pflanzen neu austreiben. Gut geeignet ist reifer Kompost und Hornspäne, der die Rosen über einen längeren Zeitraum mit mehr Kalium als Stickstoff versorgt. Die zweite Düngung planen Sie im Juni nach der Hauptblüte ein. Düngen Sie später, reifen die Neutriebe bis zum Winter nicht mehr richtig und erfrieren.

Hungern Rosen ist das Immunsystem geschwächt und sie sind für Krankheiten und Schädlinge anfällig. Es können sich Mehltau, Strenrußtau, die Rosenzikade und Blattrollwespe ausbreiten und die Pflanze bis zum Zerfall schädigen.

Möchten Sie Ihre Rosen mit einem fertigen natürlichen Dünger verwöhnen, hat der Handel verschiedene Sorten im Angebot.

Für Gemüse

Biologisch Düngen zum richtigen Zeitpunkt garantiert eine reiche Ernte im Gemüsegarten. Der Nährstoffbedarf hängt von der Gemüseart sowie vom Boden ab. Die wichtigsten Inhaltsstoffe handelsüblichen Naturdünger sind in Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl, Blutmehl, Knochenmehl, Sojaschrot, Vinasse und getrockneter Tierkot(Guano)enthalten.Sie alle wirken aber je nach Mahlgrad unterschiedlich schnell und haben einen hohen Stickstoffanteil.

Bei den Mittelzehrer sollten Sie ausschließlich im Sommer mit Hornmehl düngen. Im Frühjahr kommen die Pflanzen mit den Nährstoffen aus dem Kompost in der Beetvorbereitung aus. Die Starkzehrer können Sie bei der Beetvorbereitung mit Kompost mit Hornspänen versorgen. Eine Nachdüngung mit fein gemahlenem und entsprechend schnell wirkendem Hornmehl ist ab Juni ratsam.

Verfügen Sie nicht über eigene Komposterde, sind diese neben anderen organischen Düngersorten im Handel erhältlich.

Das sagt Wikipedia über organischem Dünger.